Marcel Hardrath fordert Ende der Niebelungentreue gegenüber OB-Kandidatin Inge Klaan

15 Sep, 2017

"Der aktuelle Wahlkampf um den Posten des Oberbürgermeisters setzt ein neuen Tiefstand in der politischen Kultur in Nordhausen." sagt der frühere stellv. FDP Vorsitzende und heute überparteilich agierende Marcel Hardrath.

Hardrath hat sich seit seiner Rückkehr nach Nordhausen so weit wie möglich aus der öffentlichen Politik herausgehalten, auch gerade weil er im Ausland überparteilich Regierungen und Oppositionsgruppen in ökonomischen Fragen beraten hat. "Was mein Ortsverband aktuell liefert, widerspricht den demokratischen Gepflogenheiten, die wir im Ausland versucht haben in Entwicklungsländern zu vermitteln. Das Verhalten meiner Partei ist mir zutiefst suspekt, was verspricht man sich von einem bedingungslosen Wahlaufruf für die Kandidatin der CDU?" fragt Hardrath

Er erklärt, dass er bereits auf der Mitgliederversammlung einen Antrag gestellt hat, keinen Kandidaten bei der OB Wahl zu unterstützen, weil man sich damit komplett dem Programm und den Aussagen der anderen Partei unterwerfen würde. "Dafür erntete ich teils scharfe und nicht nachvollziehbare Kritik von einzelnen Mitgliedern" so Hardrath.

"Wenn nun die CDU Kandidatin behauptet, unabhängige Kandidaten wären eine Gefahr für die Demokratie, kann dies eine liberale Partei nicht einfach so stehen lassen" so Hardrath. Für ihn sei es beängstigend, dass es bisher kein aktives FDP Mitglied im Ortsvorstand gibt, dass diese Aussage als "undemokratisch" einstuft und versucht wird sich aus dieser Niebelungentreue zu befreien.

"Ich bin eintäuscht von meinem Ortsvorstand und ganz besonders von meinem Ortsvorsitzender und ja, ich bin der Meinung es gibt aktive Liberale, die den Ortsverband besser führen könnten".

Hardrath ist grundsätzlich der Meinung, dass der Wähler selbst entscheiden sollte, ob die Politik der vergangen Jahre wie bisher fortgesetzt werden oder es eben einen drastischen Neustart in der Stadt Nordhausen geben sollte.

"Wahlkampf ist immer ein harter Wettbewerb, dabei gilt es den Wähler zu überzeugen und ihn eben nicht als "dumm" zu qualifizieren, wenn er seine eigene und mündige Entscheidung trifft." so Hardrath abschließend

Presseberichterstattung:

Veröffentlichung in der nnz-online.de

Veröffentlichung in der Thüringer Allgemeine